Wenn zum Beispiel durch Straßenbau in den natürlichen Geländeverlauf eingegriffen wird, kann es schnell zu Bodenerosion kommen. Die Folge sind unkalkulierbare Gefahren durch Erdrutsch und Steinschlag. Ähnlich verhält es sich bei Kanälen oder begradigten Wasserläufen. Auch hier müssen Ufer befestigt werden, um Umweltschäden zu vermeiden. Stützmauern aus Gabionen sind bestens dafür geeignet, gefährdete Ufer und Hänge auf natürliche und nachhaltige Weise zu befestigen.
Gabionen-Stützmauern sind gewissermaßen die natürliche Variante des Mauerbaus. Ihre durchlässige Struktur erlaubt die Ansammlung von Erdreich und fördert damit einen natürlichen Bewuchs, unter dem die Mauer früher oder später nicht mehr zu erkennen sein wird. Außerdem bieten die vorhandenen Zwischenräume zahlreichen Kleinlebewesen Unterschlupf und tragen damit zum ökologischen Gleichgewicht bei.
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Dank eigener Konstruktionsabteilung bieten wir eine schnelle Umsetzung von Projekten.
Steine sind ein hervorragendes Material, um Hänge und Ufer zu befestigen. Umschlossen von den Schweißgittern unzähliger Gabionen können sie ihre schützende Aufgabe wahrnehmen, ohne von den Kräften der Natur beeinflusst zu werden. Hänge bleiben stabil und die darunter liegenden Flächen sind vor Erdrutsch geschützt. Uferböschungen werden auch bei Hochwasser nicht weggespült.
WDM Deutenberg fertigt Gabionenkörbe zum Aufbau von Gabionen-Stützmauern aus extrem korrosionsbeständigem Stahldraht. Dabei kommt sowohl Alu-Zink-Draht zum Einsatz als auch Edelstahldraht in unterschiedlichsten Güten. Das Ergebnis ist eine Korrosionsbeständigkeit nach DIN EN ISO 9227, die je nach Beanspruchung für Jahrzehnte eine uneingeschränkte Funktion garantiert.
Eine Gabionen-Stützmauer wirkt als Schwergewichtsmauer: Das Eigengewicht der mit Steinen befüllten Körbe hält die Hanglast, ohne dass eine Verankerung im Untergrund erforderlich wäre. Die Konstruktion bleibt dabei wasserdurchlässig — Sickerwasser läuft ab, statt sich als Stauwasserdruck hinter der Wand aufzubauen.
Eine Zaungabione wie die DEBION® STATIX ist als Sicht- und Lärmschutz konzipiert und ausdrücklich nicht dafür ausgelegt, Erddruck aufzunehmen. Wo Erdmassen abzufangen sind, kommt die Gabionen-Stützmauer zum Einsatz. Beide Bauformen unterscheiden sich in Wandstärke, Drahtstärke und statischer Auslegung.
WDM Deutenberg fertigt die Gitter für Gabionen-Stützmauern in Drahtstärken von 3,0 bis 6,0 Millimetern. Welche Stärke ein Projekt erfordert, hängt von Wandhöhe, Baugrund und statischer Vorgabe ab. Die Auslegung erfolgt projektbezogen.
Standard ist eine Zink-Aluminium-Beschichtung im Verhältnis 95 zu 5 mit über 350 Gramm pro Quadratmeter. Im Salzsprühnebeltest nach DIN EN ISO 9227 erreicht diese Beschichtung über 6.000 Stunden. Die Drahtzugfestigkeit liegt bei über 500 N/mm². Für besonders aggressive Umgebungen fertigen wir die Gitter auch aus Edelstahl.
Ein diffusionsoffenes Geotextil zwischen Erdreich und Steinfüllung verhindert, dass feines Bodenmaterial in die Gabione eingespült wird. Ohne diesen Schutz verschlämmt die Füllung mit der Zeit, die Wasserdurchlässigkeit geht verloren und hinter der Wand baut sich Stauwasserdruck auf.
Die Steinkörnung muss größer sein als die Maschenweite des Gitters, damit die Füllung nicht durchrutscht. Als Füllmaterial eignen sich druckfeste Gesteine wie Basalt, Granit, Quarzit, Kalkstein oder Dolomit. Die passende Kombination stimmen wir projektbezogen mit Ihnen ab.
Die Gabionen-Stützmauer arbeitet als Schwergewichtsmauer mit nahezu senkrechter Front und benötigt wenig Fläche. Das Bewehrte-Erde-System verbindet Erdaushub mit Bewehrungsgittern zu einem bewehrten Erdkörper; die Front ist geneigt und lässt sich begrünen, benötigt dafür aber mehr Raum. Beide Bauweisen sind wasserdurchlässig.
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